Die Sommerfreizeit Scharbeutz 2019 vom 06.07.2019-21.07.2019 war ein voller Erfolg! - Nachfolgend das Tagebuch der Freizeit -

Ein Stück Komfort in den Zelten

Reibungslose Ankunft in Scharbeutz

Mit 103 Jungen und Mädchen – so viel wie noch nie – verbringt die Kreissportjugend Uelzen zum 38. Mal ihr Sommerzeltlager in der Jugendherberge Scharbeutz. 100 Kinder und Jugendliche („Teilis“) im Alter zwischen neun und 14 Jahren aus den Uelzener Sportvereinen sowie 27 Betreuer („Motzer“) erleben an der Ostsee zwei

abwechslungsreiche Wochen. In diesem Tagebuch berichten sie von ihren Erlebnissen.

 

Scharbeutz/Uelzen – Mit 104 Kindern und Jugendlichen sind die Busse am Sonnabend in Uelzen mit dem Ziel Scharbeutz gestartet. Ging die Fahrt in leichtem Nieselregen los, sind doch alle wohl und munter unter leicht bewölktem Himmel an der Jugendherberge in Scharbeutz angekommen. Alle fassen mit an, um das Gepäck zu dem Areal der Sportjugend auf dem Zeltplatz zu bringen. Alle Teilis laufen durcheinander, um ihre Schlafplätze in den Betten der Zelte zu finden. Aber hier in Scharbeutz wird nicht einfach gecampt, die Zelte sind mit Holzfußboden ausgelegt und jeder schläft in einem eigenen Metallgestellbett.

 

Die Zelte sind mit einer Steckerleiste und Licht ausgestattet, um den Komfort für die Kinder doch etwas zu erhöhen. In den Zelten wird in Achter- bis Zehnergruppen getrennt nach Jungen und Mädchen geschlafen, oft werden die Betten zu einer Liegewiese zusammen geschoben. Die Zelte stehen U-förmig um einen fußballfeldgroßen Platz herum, auf dem Pool, Trampolin, Basketballkorb und eine Tischtennisplatte zu finden sind. Natürlich auch viel freie Fläche, um sonstige Abwechslungen aus dem Spielezelt auszuprobieren oder sich einfach ein bisschen mit anderen zu entspannen.

 

Der Anreisetag ist schnell vorbeigegangen. Nachdem die Taschen ausgepackt und Betten bezogen sind, gibt es auch noch Abendbrot im Speisesaal und hinterher eine kleine Spielerunde auf dem Platz, um sich gegenseitig etwas kennenzulernen. Danach ist ab 22 Uhr Nachtruhe, damit alle fit sind für den Ausflug in den Hansapark.

Hansapark: „Highlander“ ist der Hit

 Gleich am zweiten Tag steht für die Sportjugend der erste große Ausflug an. Die Gruppe wandert zu Fuß in den rund vier Kilometer entfernten Hansa-Park in Sierksdorf. Es ist und bleibt ein imposantes Bild, wenn sich die rund 130 Personen in Zweierreihen an der Strandallee auf den Weg Richtung Freizeitpark machen. Die Betreuer haben dabei immer alle Hände voll zu tun. Straßenüberquerungen, die beaufsichtigt werden müssen, Radfahrer, die beachtet werden müssen. Und in diesem Jahr kommt noch erschwerend dazu, dass einige Teilis auf der Wanderung noch nicht so richtig wach zu sein scheinen. Trotzdem kommen alle sicher und aufgeregt im Hansa-Park an.

In Dreier-Gruppen können sich die Uelzener nun frei bewegen und die zahlreichen Fahrattraktionen besuchen. Headliner ist der neue Fallturm „Highlander“, an dem die Mitfahrer rund 120 Meter hochgezogen werden, um sich dann von oben im freien Fall in die Tiefe gleiten zu lassen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Für die Motzer ist es immer wieder überraschend und spannend zu sehen, wenn plötzlich die „Kleinen“ in die Fahrgeschäfte flitzen und so manch ein „Großer“ mit der großen Klappe plötzlich lieber auf die Rucksäcke aufpassen möchte.

Um 16.30 Uhr setzt sich die Gruppe wieder Richtung Heimat in Bewegung. Natürlich nicht ohne, dass die Betreuer noch so manche Dinge, die die Kinder im Park verloren haben, wiederbeschaffen müssen. Gegen 20 Uhr geht s für die Teilis das erste Mal an den Strand. Aktuell ist in Scharbeutz absolut noch kein Strandwetter – trotzdem wagen sich die Ersten ins Wasser. Um 22 Uhr wird die Nachtruhe eingeläutet. Aufgrund des aktionsreichen Tages kehrt schnell die gewünschte Ruhe ein.

Die Motzer siegen im Siebenmeterschießen

Der dritte Tag beginnt mit Sonnenschein und noch etwas frischem Wind. Nach dem Frühstück um 8.30 Uhr steht ein Strandgang oder Freizeit im Camp zur Auswahl.Zum Strand werden die Stand-up-Paddling-Boards sowie zwei Kanus mitgenommen. Die ersten Mutigen trauen sich bei 18 Grad Wassertemperatur auf die Boards. Wer noch nicht so ganz sicher steht, landet dann auch mal schnell im Wasser. Bei wenig Wellengang lässt sich das Paddeln aber erstmal ganz gut üben, zur Not sind auch die Motzer in den Booten zur Stelle, um bei Strömung oder anderen Schwierigkeiten helfen zu können. Am Strand besteht für die Kälteempfindlichen die Möglichkeit, sich bei einer Runde Frisbee zu vergnügen, die auch von vielen wahrgenommen wird.

 

Als das Mittagessen vorbei ist, geht es mit allen 104 Teilis in die Fußgängerzone von Scharbeutz, um allen den Weg einmal zu zeigen. Zur Stärkung gibt es für alle je eine Kugel Eis. Anschließend dürfen sich die Teilis in mindestens Dreiergruppen frei bewegen und den Ort sowie die örtlichen Süßigkeitsangebote auskundschaften.

Nachmittags besteht die Option, in der Sporthalle der Jugendherberge an einer Runde Kinball teilzunehmen. Das ist ein riesiger, leichter Ball, den es in Mannschaften hochzuhalten gilt.

 

Am Abend folgt das traditionelle Fußballturnier, das im Finale die Motzer nach einem spannenden Siebenmeterschießen gewinnen. Im Lager müssen sich die Gemüter erst einmal beruhigen, und in vielen Zelten wird bis spät in den Abend der Tag besprochen und ausgewertet.

Morgendlicher Sport, abendliches Grillen

Der vierte Tag der Scharbeutz-Sommerfreizeit beginnt mit eher weniger sommerlichen Temperaturen und einem bedeckten Himmel. Gerade nachts werden die Temperaturen empfindlich kühl, tagsüber sind es dann um die 16 Grad. Dennoch findet sich eine Gruppe, den Tag mit einer drei Kilometer langen Runde als Frühsport laufend zu beginnen. Entlang der Promenade geht es bis in Scharbeutz Ort und wieder zurück, anschließend wird noch eine Runde Gymnastik am Strand gemacht. Nach dem Frühstück besteht das Angebot, kleine Schmuckkästchen mit Serviettentechnik und bunten Perlen zu verzieren, die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

 

Auf dem Platz zwischen den Zelten baut ein Motzerteam den riesigen Menschenkicker auf, in dem 17 Kinder sich an Stangen festhalten und gegeneinander ein kleines Fußballmatch bestreiten können. Das findet großen Anklang und wird auch die nächsten Tage nochmal aufgebaut. Zur Stärkung gibt es um 12.30 Uhr Mittag und danach eine Freizeitpause, in der sich die Teilis selbst beschäftigen können. Begeistert wird dann Tischballrunde gespielt. Bei diesem Spiel stellen sich alle Mitspieler um die Tischtennisplatte auf, gespielt wird mit einem Fußball. Um den Ball immer wieder auf die gegenüberliegende Seite geben zu können und alle Spieler mit einzubeziehen, wird im Kreis um die Platte gelaufen. Raus ist, wer einen Spielfehler begeht. Das Finale wird dann zwischen den letzten zwei Spielern ohne Laufen ausgetragen, danach beginnt eine neue Runde mit dem Wort  „Anbau“.

 

Gegen 15 Uhr geht es mit einer Teilgruppe und zwei Kanus zum Strand. Im Sand werden Volleyball und Frisbee gespielt. Auf dem Meer dürfen sich zwei oder bei kleinen Persönchen drei Teilis in einem Kanu versuchen. Das andere Boot ist immer von zwei Motzern besetzt, die eingreifen können, falls die Koordination beim Paddeln doch noch nicht so funktioniert oder die Kraft ausgeht. Am Nachmittag wird in der Halle noch eine Runde Gerätebrennball gespielt, die ohne Verletzte und mit viel sportlichem Ehrgeiz bestritten wird. Zum Highlight des Tages gehört das abendliche McDonalds- Grillen abends, bei dem die Motzer am Tre-sen die Bestellung der Teilis entgegennehmen und in authentischen Outfits die Burger für alle zubereiten.

Bilderbuchwetter lockt Bootsflotte

Sonnenschein weckt die Sportjugend am fünften Tag der Freizeit. Endlich scheint der Sommer durchzukommen. Die Frühsportler genießen die Sonnenstrahlen auf dem Weg zum Strand, ehe sie bei Sprints und „Burpees“ kräftig ins Schwitzen kommen.

 

Nach dem Frühstück können die „Teilis“ basteln, sich beim Menschenkicker austoben oder ihre Zeichenkünste beim Spiel „Montagsmaler“ unter Beweis stellen. Zum Mittag gibt es Gulasch mit Kartoffeln und Bohnen. Auch dieses Essen kommt bei den Teilis gut an. Man darf den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben, aber bisher kommt der Koch der Jugendherberge sehr gut weg. Leider gab es auch schon mal andere Zeiten, berichten die Uelzener.

 

Nach dem Mittag geht es endlich an den Strand. Fast alle Kinder schließen sich dem freiwilligen Angebot an. Kein Wunder bei dem großartigen Wetter! Neben Bällen und Schaufeln kommt auch die Bootsflotte der Sportjugend zum Einsatz. Viele legen sich aber auch einfach nur in den Sand zum Sonnen. Denn trotz des tollen Wetters ist das Baden bei 18 Grad Wassertemperatur nur etwas für die ganz Harten. Aber auch Sport wird getrieben, die Gruppe hat an diesem Tag zwei Hallenzeiten. Gespielt wird Kin-Ball und Floorball (Abwandlung vom Hallen-Hockey).

 

Abends beginnt die traditionelle und bei den Teilis sehr beliebte „Schlag den Motzer“-Challenge. Täglich spielen ausgeloste Kids kleine Spiele gegen die Betreuer. Kurz vor der Nachtruhe zettelt Betreuer Schrubbel noch schnell seine beliebte „Gute-Nacht-Runde“ an. Pünktlich um 22 Uhr sind die Teilis zur Nachtruhe in den Zelten.

Das Motzer-Team 2019

Momentaufnahmen

Die Teilis

Poolspiele und spektakuläre Stunts

Der Tag beginnt mit der täglichen Einheit Frühsport, zu der sich auch einige Teilis einfinden. Hier gibt es einen Kraftzirkel am Strand, der schnell dazu führt, dass die langen Klamotten abgelegt werden und einige Schweißperlen auf der Stirn stehen. Nach dem Frühstück geht es mit Wasserspielen weiter. Hier findet ein spannendes Turnier im Poolvolleyball statt, bei dem sich die „Binnenseetaucher“ gegen „Tiefseetaucher“ im Finale mit 2:0 durchsetzen.

 

Am Nachmittag bleibt es sportlich. Die Teilis können wählen zwischen den Strandaktivitäten, Bubble Soccer und Disc Golf. Am Strand wiederum werden Stand Up Padd-ling und Kanufahren angeboten. Beim Disc Golf handelt es sich um eine Mischung aus Frisbee und Golf. Es gilt, mit möglichst wenig Würfen einen Korb zu treffen und das Frisbee im Korb zu platzieren. Großen Anklang findet auch Bubble Soccer. Es sind aufblasbare Bälle, die ein Loch in der Mitte haben und um den Körper getragen werden. Das Fußballspielen wird deutlich erschwert, aber auch spektakulärer, da Stunts durch den schützenden Ball möglich werden.

 

Abends toben sich die Jugendlichen bei einer Runde Zombieball, auch bekannt als „Merkball“, in der Halle aus. Anschließend heißt es wieder „Schlag den Motzer“. Die Auf-gabe lautet „Keksessen“. Eine Auswahl von Motzern tritt gegen eine Auswahl von Teilis an. Die Herausforderung besteht darin, einen Butterkringel zu essen und möglichst wenig Keks rund um das mittige Loch über zu las-sen. Großer Jubel bricht im Lager aus, als klar wird, dass dieses Spiel klar an die Teilis geht.

 

Der Tag endet mit dem Lagertanz und der Gute-Nacht-Runde und dann ist es auch schon Zeit für die Schlafsäcke, in die sich die Teilis nach einem ereignisreichen Tag verkriechen.

 

Hagelkörner! Verregnete Karl-May-Spiele

Tag sieben der Scharbeutzer Ferienfreizeit steht ganz im Zeichen von Winnetou. Denn am Abend werden die Karl-May Festspiele in Bad Segeberg besucht. Das „Motzer-Team“ versucht durch das Abspielen der Winnetou-Melodien und diverser Karl-May-Hörspiele, die Vorfreude auf die Abendveranstaltung zu steigern. Hauptorganisator Mario kommt dagegen im Hintergrund ziemlich ins Schwitzen. Der Busunternehmer, der die Sportjugend fahren soll, hat wieder einmal nicht die genauen Sitzplätze gemeldet. Nun muss sich Mario verschiedene Transportmodelle überlegen. Je nachdem, mit welchen Bussen der Unternehmer anreist, kann der sichere Transport aber gewährleistet werden.

 

Viel mehr Sorgen macht dem „Motzer-Team“ das Wetter. Die Regenwahrscheinlichkeit in Bad Segeberg fällt zwar im Laufe des Tages von 39 auf 7 Prozent ab, doch so richtig traut dieser Vorhersage niemand. Zumal es in Scharbeutz im Laufe des Tages immer wieder regnet.

 

Nach dem Mittag reisen unterdessen die ersten neuen Betreuer für die zweite Woche an. Fast die gesamte Mannschaft ist somit am Freitag in Scharbeutz, ehe am Sonnabend die Betreuer der ersten Woche die Heimreise antreten. Erfreulicherweise bleiben zehn Betreuer durchgängig vor Ort.

 

Nach dem vorgezogenen Abendbrot fährt die Sportjugend pünktlich um 18 Uhr mit zwei Reisebussen, zwei Kleinbussen und zwei PKWs nach Bad Segeberg. In der Arena angekommen, ist auch die Sorge vor Regen eigentlich verflogen. Gut gelaunt fiebern alle der Vorstellung entgegen, als kurz vor dem Spektakel plötzlich ein gewaltiger Landregen einsetzt. Tropfen so groß wie Hagelkörner fallen vom Himmel. Das Freilichttheaterstück muss um über 30 Minuten verschoben werden. Erst mit Beginn des Stücks hört der Regen endgültig auf.

 

Bis dahin kann die Sportjugend beobachten, wie die Karl-May-Crew versucht, die Auswirkungen der Regenmassen zu beseitigen. Sogar ein Radlader fährt in die Arena ein und muss die Wege für die Reiter einebnen. „Nass bis auf die Haut“ sehen die Zuschauer ein spannendes, aber wieder ein wenig zu albernes Stück „Unter Geiern – Winnetou und der Sohn des Bärenjägers“, finden die Uelzener.

 

Natürlich wird auf der Rückfahrt in den Bussen noch kräftig gefeiert und gesungen, ehe alle Teilis erschöpft und kurz nach Mitternacht wieder in der Jugendherberge ankommen. Nach einer schnellen Wäsche und der Befreiung aus den letzten nassen Klamotten freuen sich alle auf den warmen Schlafsack.

Gelöster Krimi und komplexe Choreos

An Tag 8 schläft die Sportjugend Uelzen aus. Bis 10 Uhr hört man wenig in der Uelzener Ecke. Als Betreuer Lothar sein morgendliches Bad im Pool lautstark zelebriert, ist es vorbei mit der Ruhe.

 

Am Nachmittag starten die Teilis in Gruppen in ein großes Rollenspiel. Die Betreuer Viktor und Anja haben sich eine aufwendige Krimigeschichte überlegt: An verschiedenen Stationen in der Stadt haben sich verkleidete Betreuer positioniert. Auf dem Zeltplatz gibt es plötzlich einen Leichenfund. Die Kinder versuchen, den Fall aufzuklären, indem sie Zeugen befragen und Beweise sammeln. Am Ende müssen sie schriftlich ihren Verdacht an die Betreuer übergeben. Das Spiel kommt sehr gut an, sicher auch, weil die Betreuer sich großartig verkleidet haben und die Rollen sehr gut annehmen.

 

Zum Abendbrot werden Hamburger gegrillt.

Tag 9 beginnt mit schlechtem Wetter. Vom Vortag noch mit Sonne verwöhnt, plant Betreuer Heiner einen gemeinsamen Strandgang. Doch es ist leider zu frisch. Spontan wird Fußball in der Halle gespielt. Diese wird am Nachmittag erneut in Be-schlag genommen. Die zwölf Teili-Zelte haben sich in den Vortagen Choreografien ausgedacht, die sie nun dem Motzer-Team vorführen. Das Niveau ist hoch, auch die Zelte mit den jüngeren Mitfahrern haben sich schöne und teils komplexe Beiträge einfallen lassen. Am Ende kürt die Jury das Zelt B9 „Softball“ mit den Mädels Thessa, Lucy, Emily, Charline, Clara, Paula, Mia Sophie, Mia und Jarla als Sieger.

 

Beschämend läuft es aktuell für die Betreuer bei „Schlag den Motzer“. Von den ersten fünf Disziplinen gewann das „Motzer-Team“ noch keine. Folglich liegt es mit 0:15 hinten. Die Hälfte der Freizeit ist bereits um –wenn die Betreuer noch in den Titelkampf eingreifen wollen, muss dringend ein erster Sieg her.

 

Zur Nachtruhe kreist wieder die Lagerpost, die beiden Postboten haben alle Hände voll zu tun, die vielen Briefe an die Empfänger in den Zelten zu verteilen. Man merkt, dass die Teilnehmer nach der ersten Woche vertrauter sind und sich einige neue Freund-schaften entwickelt haben.

Momentaufnahmen

Kopf-an-Kopf-Rennen beim Quizduell

Tag 10 in Scharbeutz. Nach dem Aufstehen werden die Teilis und Motzer von einem ungewöhnlich frischen Wind begrüßt, sodass der Vormittag im Lager verbracht wird (Gesellschaftsspiele, Tischballrunde). Außerdem entwickeln sich einige hitzige Partien im Tischtennis und Headis. Bei Letzterem handelt es sich um eine Mischung aus Fußball und Tischtennis. Es wird mit einem 100 g schweren und weichen Ball um eine Tischtennisplatte gespielt. Die Kugel darf nur mit dem Kopf gespielt werden. Wie beim klassischen Tischtennis muss der Aufschlag in der eigenen und der Hälfte des Gegners aufkommen und im weiteren Verlauf immer die gegenüberliegende Seite berühren. Nach dem Mittagessen geht es mit Basketball in der Sporthalle weiter, außerdem wird das Allgemeinwissen beim „Quizduell“ unter Beweis gestellt. Wie in einer Variante der Fernsehshow müssen die Kandidaten gegen Experten antreten. Die Teilis können als Kandidaten zwischen drei Motzern auswählen, die als Experten für verschiedene Wissensbereiche bereitstehen. Zudem wird der beliebte Menschenkicker aufgebaut und für einige Runden Fußball genutzt.

 

Nach dem Abendessen powern sich die Kids beim „Flag Football“ aus, eine Variante des Footballs, aber ohne Körperkontakt. Es gilt, den ballführenden Spieler zu stoppen, indem seine „Flag“ entwendet wird. Diese wird mit einem Gürtel um die Taille getragen. Das ballführende Team versucht, den Football in der gegnerischen Endzone zu platzieren.

 

Auch die tägliche Runde „Schlag den Motzer“ darf nicht fehlen. Die Punkte werden am Menschenkicker zwischen Teilis und Motzern ausgespielt. Am Ende gewinnen erstmals die Motzer (5:1). Bevor es zurück in die Zelte geht, wird der Tag mit dem Lagertanz und einer „Gute Nacht“-Runde abgerundet.

Wacklige Angelegenheit

Der Morgen von Tag 11 beginnt für einige mit einem Strand-Tabata-Workout; 30 Sekunden Belastung, 10 Sekunden Pause. Bei Kniebeugen, Hampelmännern und Liegestütz wird die Müdigkeit schnell vertrieben.

 

Nach dem Frühstück ist es noch etwas bewölkt und die Zeit bis zum Mittagessen wird im Lager verbracht. Beim Basteln werden Gipshände angefertigt und angemalt. Auch Gesellschaftsspiele sind vorgesehen. Zudem werden einige Partien Wikinger-Schach absolviert. Das tolle Wetter wird für einen Strandgang genutzt. Begeistert beladen sich alle mit diversen Klein- und Großgeräten, die am Strand zum Einsatz kommen. Darunter Kanuboote und SUP-Boards. Bei Letzteren gilt es, gegen den teils starken Wind anzupaddeln. Alle Teilis werden durch Betreuer im Wasser begleitet, sodass ein Abtreiben nicht möglich ist. Im Sand werden Sandburgen gebaut oder mit Frisbees und Volleybällen gespielt. Das Highlight ist das Riesen-SUP-Board, auf dem acht bis zehn Personen gleichzeitig stehen und paddeln können. Eine wacklige Angelegenheit, die Konzentration und Koordination erfordert.

 

Am späten Nachmittag kehren alle ins Lager zurück. Dort werden Pool und Whirlpool genutzt – beide wurden im Vorfeld der Freizeit von den Motzern aufgebaut. Die Teilis können sich „Beutzer“ bei der Teilnahme an Aktivitäten verdienen und diese imaginäre Währung für besondere Anlässe eintauschen. So wie für den (Whirl)Pool.

 

Bei der neuen Runde „Schlag den Motzer“ gewinnen die Teilis knapp gegen die Motzer. Die Aufgabe lautet „Körbe werfen“ – bei drei Versuchen muss man möglichst oft den Basketballkorb treffen. Nach dem Abendessen gibt es Zeit zur freien Verfügung und kurz vor der Nachtruhe die „Gute Nacht“-Runde.

Badespaß und Golfball-Wurf

Tag 12 in Scharbeutz beginnt mit der üblichen Einheit Frühsport. Erfrischt und motiviert geht es danach zum Frühstück. Dann werden die Schwimmsachen und Lunchpakete eingepackt, da der Rest des Tages bis zum späten Nachmittag in der Ostsee-Therme verbracht wird.

 

Bei wolkenverhangenem Himmel wird der 3,5 Kilometer lange Fußmarsch angetreten. In der Therme haben die Teilis die Chance, verschiedene Schwimmbecken auszuprobieren und sich auszutoben. Es gibt ein Salzwasserbecken, ein großes Außenbecken, mehrere Whirlpools sowie ein großes Schwimmbecken. Großen Anklang finden auch die beiden Rutschen, die nach Bauarbeiten wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen und auf denen so manche Rutschfahrt absolviert wird.

Pünktlich auf dem Rückweg in die Innenstadt ändert sich das Wetter und die Sonne strahlt von einem tiefblauen Himmel. Eine perfekte Tagesplanung! Die Zeit bis zum Abendbrot können die Teilis in Dreiergruppen in der Stadt verbringen oder zur freien Verfügung im Lager nutzen.

 

Abends gibt es wiederum bunte Aktivitäten am Strand. Die beliebten SUP-Boards werden auf das Wasser gebracht und die eine oder andere Sandburg gebaut. Im Sand spielen die Teilnehmer Kinball, Beachsoccer oder Beachvolleyball.

 

Im Lager gibt es eine neue Runde „Schlag den Motzer“, die die Motzer nach einigen Pleiten zuletzt endlich wieder für sich entscheiden. Sie gewinnen knapp beim Leitergolf. Hier müssen zwei durch eine Schnur verbundene Golfbälle mit einem gezielten Wurf so auf den Sprossen einer Leiter landen, dass sie darauf hängen bleiben. Darauf folgen der Lagertanz und die „Gute Nacht“-Runde, bevor die Teilis in die Zelte zurückkehren und den ereignisreichen Tag Revue passieren lassen.

Namensgebung folgt aus Streit heraus

Nur noch drei Tage bis zur Heimfahrt. Nach dem Frühstück folgt der Sandburgwettbewerb. Zum Motto „New Games“ bauen die Teilis im Zeltverbund Stadien. Einige haben so detailliert gebaut, dass auch Pommes- und Getränkebuden zu erkennen sind. Das Zelt „Bubble Soccer“ von Betreuer Viktor überrascht bei der Namensgebung. „Wir haben uns eigentlich nur gestritten, wie wir was bauen wollen, also haben wir das Stadion ,Streitarena’ genannt“, unkt Teili Sören Nierste.

 

Im Lager baut ein Betreuer seine Wasserrutsche auf. Der Streckenrekord (18,60m) wird von Bennet Kathmann aufgestellt. Pa-rallel tauschen viele Teilis ihre „Beutzer“ (interne Belohnungswährung) gegen Badezeiten im Pool und Whirlpool ein. Am Abend gibt es die nächste Runde „Schlag den Motzer“. Beim Riesen-Jenga gewinnen die Motzer und machen den Titelkampf zum Freizeitende spannend. Neuer Spielstand: 23:22 für die Motzer.

Ganz im Zeichen des Sports

Ferienfreizeit in Scharbeutz: Uelzener Sportjugend zieht Bilanz

Mit 104 Jungen und Mädchen aus dem Landkreis Uelzen war die Sportjugend vor etwas mehr als zwei Wochen in die traditionelle Ferienfreizeit nach Scharbeutz gestartet. Nun ist der Ferientrip beendet und die Organisatoren ziehen einmal mehr ein erfreuliches Fazit. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, resümiert Hauptorganisator und Vorsitzender des Kreissportbundes Uelzen, Mario Miklis.

 

Die Freizeit stand ganz im Zeichen des Sports. In diesem Jahr wurde das (sportliche) Angebot durch das Motto „Neue Spiele“ weiter ausgebaut. „Bewusst wurden neue Trend- und Randsportarten vorgestellt und ausprobiert“, erzählt der Betreuer und ehemalige 2. Sportjugend-Vorsitzende Torsten Lehmann.

 

Unterwasserfrisbee, Soft-Baseball oder Crunning – die Kinder, die diese Aktivitäten ausprobiert haben, wissen mit diesen Begriffen nun etwas anzufangen. Dazu kamen die ebenfalls neuen, aber bei der Sportjugend längst etablierten Trendsportarten wie „Bubble-Soccer“ und „Stand-Up Paddeling“. Auch die Klassiker wie Hallenfußball, Frühsport oder Gerätebrennball waren wieder sehr beliebt.

 

Die zahlreichen Betreuer hatten zwar viel zu tun, begegneten aber „sehr pflegeleichten“ (Lehmann) Teilnehmern. Nur ein Arztbesuch, nur ein kleiner Defekt an einer Brille, kein Besuch beim Kieferorthopäden – lediglich ein paar aufgeschlagene Knie sind das Ergebnis von 15 Tagen im Zeltlager. Ein Junge reiste aufgrund von Heimweh vorzeitig ab.

 

Auch außersportliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Bastelangebote und Gesellschaftsspiele erfreuten sich großer Beliebtheit. Und wer zu gar nichts Lust hatte, machte es sich in der „Teili-Lounge“, im Zelt oder am Strand gemütlich. Letzteres sei aber nicht so oft möglich gewesen, berichtet Lehmann. Das wechselhafte Wetter brachte nur in der zweiten Woche „ein paar richtig schöne Strandtage“. Aufgrund der wetterunabhängigen Angebote fiel das schlechte Wetter den Kindern aber kaum auf. Die Ausflüge in den Hansa-Park, in die Ostsee-Therme und zu den Karl-May Festspielen rundeten das Angebot ab. Von den jungen Teilnehmern gab es während der Abschlussbesprechung ein positives Feedback: „Fast alle Kinder wollen wieder mitfahren“, freut sich Lehmann.

 

Wer 2020 an der Freizeit teilnehmen möchte, muss schnell sein. Am 1. Januar 2020 öffnet sich um 12 Uhr das Anmeldefenster auf der Sportjugend-Homepage

 

(www.sportjugend-uelzen.de). Traditionell ist der Trip innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Dort sind auch alle weiteren Infos über die Freizeit zu finden.

So sieht es aus wenn man Hunger hat...

Grill-Crew

Die Freizeit ging vom 06.07. – 21.07.2019!

 

Teilnahmebedingungen

 

1. Teilnahmeberechtigt sind nur Kinder der Jahrgänge 2004 - 2010. Jeder Teilnehmer muss Mitglied eines Sportvereins im Landkreis Uelzen sein. Dieser Sportverein ist in der Anmeldung anzugeben.

 

2. Anmeldungen sind auf dem u.a. Formular vorzunehmen.

 

3. Die Anmeldungen werden automatisch an die Adresse scharbeutzfreizeit@sportjugend-uelzen.de gesendet.

 

4.Sie werden nach der Reihe des Eingangs berücksichtigt. Eine vollständige Anmeldung ist dann gegeben, sobald das Anmeldeformular beim angegebenen Empfänger und die Vorauszahlung auf dem Sportjugendkonto eingegangen sind. Im Zweifelsfall entscheidet die Kreissportjugend über die Teilnahme. Für die Annahme der Anmeldung besteht kein Rechtsanspruch.

 

5. Nur eine vollständig ausgefüllte Anmeldung wird von uns akzeptiert.

 

6. Die Kosten der Freizeit betragen inklusive eines T-Shirts und einer Foto-DVD 435,00 €. Mit der Abgabe der Anmeldung ist eine Vorauszahlung in Höhe von 175 € zu leisten. Dieser Betrag ist auf das Konto der Sparkasse Uelzen einzuzahlen: Sportjugend Uelzen, IBAN: DE50 2585 0110 0028 2025 96, BIC: NOLADE21UEL,  Verwendungszweck: Ein persönlicher Verwendungszweck wird ihnen in der Bestätigungsmail zugeschickt (rote Schrift).

 

7. Rücktrittsmöglichkeit besteht bis zum 28.02.2019. Gegen eine Gebühr von 30,00 € wird der bereits gezahlte Teilnehmerbetrag zurückerstattet. Nach diesem Zeitpunkt ist ein Rücktritt nur durch Stellung einer Ersatzperson möglich; sonst ist der volle Teilnehmerbetrag zu entrichten.

 

8. Die Restsumme in Höhe von 260,- € ist bis zum 25.05.2019 zu entrichten (bitte überweisen - Beitrag wird nicht eingezogen).

 

9. Jeder Teilnehmer muss einen ärztlichen Gesundheitscheck vorlegen. Dieses Formular wird beim Informationsabend überreicht. Die Untersuchung sollte unmittelbar vor Beginn der Freizeit stattfinden.

 

10. Kranken– und Zahnschein bzw. Versicherungskarte und evtl. ein gültiger Pass sind bei Antritt der Freizeit erforderlich. Genaueres wird beim Informationsabend bekanntgegeben.

 

11. Im Falle der Krankheit ist eine Kostenübernahmeerklärung vorzulegen.

 

12. Auf allen Formularen sind die Unterschriften der Erziehungsberechtigten erforderlich.

 

13. Vor der Freizeit wird es einen Informationsabend geben. Die Teilnahme ist für Eltern und Kinder verbindlich. Die

Einladungen zum Infoabend werden rechtzeitig von uns versendet.

 

14. Für die Planungen und Vorbereitungen auf die Freizeit benötigen wir ein aktuelles Passbild des Kindes in digitaler Form. Aus diesem Grund werden wir die Teilnehmer beim Infoabend fotografieren.

 

15. Nach erfolgreicher Übersendung der Daten wird eine automatische Empfangsbestätigung per Mail versendet. Eine Teilnahmebestätigung erfolgt nach Eingang und Prüfung aller Daten und durch Bekanntgabe der Teilnehmerliste auf unserer Homepage (www.ksb-uelzen.de).

 

16. Die Bankverbindung wird für eine eventuelle Rückzahlung des Teilnehmerbeitrages im Falle einer Ausbuchung der Freizeit benötigt.

17. Bei vorzeitigem Abbruch der Freizeit (z.B. Krankheit, Heimweh, Fehlverhalten) erfolgt keine finanzielle Rückerstattung.

 

18. Jegliche Kommunikation erfolgt über unsere email scharbeutzfreizeit@sportjugend-uelzen.de. Bitte prüfen Sie daher regelmäßig Ihr email Postfach.

 

Teilnahmebedingungen